UKCA-Kennzeichnungspflicht: So geht die Zertifizierung

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Wie Sie sich sicher durch den UKCA-Zertifizierungsprozess navigieren. 

Die UKCA-Kennzeichnung trat offiziell mit dem Austritt Großbritanniens aus dem europäischen Binnenmarkt zum 01. Januar 2021 in Kraft. Um den Akteuren am Markt den Umstieg zu erleichtern, hat die britische Regierung jedoch Übergangsfristen gesetzt. Ab dem 01. Januar 2023 wird dennoch für die meisten Produkte, die derzeit noch unter das CE-Kennzeichen fallen, eine Konformitätsbewertung nach den neuen britischen Vorschriften zwingend.

Diese Produkte müssen dann das UKCA-Zeichen tragen, um in England, Schottland oder Wales gehandelt werden zu können. Bei den meisten Produkten bleiben die Normen der CE- und der UKCA-Kennzeichnung identisch, da sie den gleichen grundlegenden Anforderungen genügen müssen. Damit bleiben auch die technischen Standards, die Produkte für eine UK-Marktzulassung zu erlangen, weitgehend unverändert. Was sich hingegen ändert, ist der Zertifizierungsprozess, den ein Produkt durchlaufen muss, um die UKCA-Kennzeichnung zu bekommen.

Das Verfahren wird von einer akkreditierten Konformitätsbewertungsstelle (Conformity Assessment Body, CAB) durchgeführt. Die Umstände, unter denen Sie die Selbsterklärung der Konformität für die UKCA-Kennzeichnung verwenden können, sind die gleichen wie bei der CE-Kennzeichnung. Wenn Sie die Konformität für die CE-Kennzeichnung selbst erklären konnten, können Sie dies auch für die UKCA-Kennzeichnung tun.

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Sicher durch den UKCA-Zertifizierungsprozess

Bevor Unternehmen mit dem Zertifizierungsprozess für das UKCA-Kennzeichen beginnen, sollten diese überprüfen, ob alle notwendigen Informationen vorliegen. Der Zertifizierungsprozess für das UKCA-Zeichen durchläuft die gleichen Schritte, wie der CE-Kennzeichnungsprozess. Stellen Sie zu aller erst fest, welche Regeln für die Produkte gelten, die Sie in England, Schottland oder Wales auf den Markt bringen wollen: Da für bestimmte Güter unterschiedliche Richtlinien und Normen gelten, sollten Sie zunächst klarstellen, welche Ihrer Produkte unter welche Vorschriften fallen. Danach prüfen Sie, ob für Ihr Produkt eine unabhängige Konformitätsbewertung durchgeführt werden muss und wenn ja, welche Stelle dafür in Frage kommt. Stellen Sie sicher, dass Sie für Produkte, die eine UKCA-Zertifizierung benötigen, alle Dokumente zusammengestellt haben, die in englischer Sprache verfasst sind. Lassen Sie nicht-englischsprachige Dokumente übersetzen.

Als Erst-Importeur sind Sie dafür verantwortlich, dass alle Produkte entsprechende Verfahren durchlaufen, und mit den richtigen Informationen versehen und korrekt gekennzeichnet sind und dass die technischen Dokumente des Herstellers vorliegen. Eine Kopie der Konformitätserklärung muss 10 Jahren lang aufbewahrt werden. Suchen Sie sich danach eine offiziell zugelassene Benannte Stelle mit Sitz in Großbritannien, die die Produktzertifizierung für die UKCA-Kennzeichnung durchführen kann. Zuletzt wird die Konformitätserklärung erstellt und die UKCA-Kennung wird auf Ihr Produkt angebracht.

Alle wichtigen Informationen und eine kompakte Übersicht finden Sie in dem von FRIWO veröffentlichten White Paper. Für alle diejenigen, die sich schnell und unkompliziert durch den UKCA-Zertifizierungsprozess navigieren wollen, hat FRIWO zudem eine praktische, kostenlose Checkliste zusammengestellt.

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